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Meinungen zum Buch "Dort oben die Freiheit - Streifzüge durch den Solothurner Jura"
Landammann Walter Straumann anlässlich der 10. Sitzung des Solothurner Kantonsrats vom 6. Juli 2005 : "Ich möchte das Buch von Wolfgang Hafner "Dort oben die Freiheit - Streifzüge durch den Solothurner Jura" zur Lektüre empfehlen, das im Rotpunktverlag Zürich erschienen ist. Es enthält wunderbare Beschreibungen der Landschaft und der Bevölkerung und eine zum Teil berechtigte Kritik unserer Vorgänger, die sich bezüglich Juraschutz nicht immer erwartungsgemäss verhalten haben."
Aus dem Tagebuch des Solothurner Ständerates Ernst Leuenberger: "Buchvernissage von Wolfgang Hafner: "Dort oben die Freiheit", liebevolle Szenen aus dem Solothurner Jura. " Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Schweizerischen Naturfreunde wies Ernst Leuenberger auf die Rolle der Naturfreunde hin : "Zur Erheiterung und zum Nachdenken liesse sich noch folgende Geschichte einflechten: Der bereits zitierte Wolfgang Hafner lässt sie aufleben in seinem Buch. Der Kanton Solothurn wird bekanntlich gepriesen- auch von mir - für seine Juraschutzzone, will heissen ein weitgehendes Bauverbot im Solothurner Jura seit 1941. Wer glaubt, das sei eine grüne Heldentat des damals dominierenden Solothurner Freisinns könnte einem argen Irrtum erliegen. Die Naturfreunde von Olten hatten nämlich in einer eher prekären Bewilligungssituation auf der Rumpelweide im subito-Verfahren ihr Naturfreundehaus aufgestellt. Als Reaktion darauf, um es den Roten zu zeigen, habe die Solothurner Regierung die Juraschutzverordnung erlassen. Absicht und Wirkung sind nicht immer deckungsgleich. Hier allerdings will ich beifügen, hat die wenig edle Absicht die gute Langzeitwirkung der Massnahme nicht verunmöglicht."
Fabian Saner in der Mittellandzeitung (Zofinger Tagblatt) vom 16.07.2005: Wolfgang Hafner hat kein Wanderbuch verfasst (obwohl einige ausgedehnte Touren darin beschrieben sind), keinen historischen Abriss, keine Sozialgeschichte der Jurabewohner, keinen mentalitätsgeschichtlichen Verschnitt, keinen Touristenführer oder Beizen-Guide; auch ein metaphysisches Essay ist «Dort oben die Freiheit» nicht, es ist kein dörfliches Poesie- oder Heimatdichteralbum, kein Bauernroman und auch keine Galerie der Sonderlinge und Aussenseiterexistenzen, von denen insbesondere das Thal nicht wenige hervorgebracht und gepflegt hat. - Hafners Sammelsurium der Orte, Menschen, Tiere, Pflanzen verdichtet all diese Elemente und Facetten zu einer grossartigen Kombination, zu einem exakt geschnittenen Panoramabild, das einen Lebensraum präzis beschreibt, ohne sich in der Tiefe wissenschaftlich oder an der Oberfläche banal und reisserisch zu gebärden. Durch Bilder, Gespräche, singuläre Eindrücke, die zusammenfinden.Der gebürtige Balsthaler und heute im Aargau lebende Buchautor, der sich an Werktagen in den knochentrockenen Gefilden der Finanzexperten mühelos bewegt und als ausgewiesener Pensionskassenspezialist gilt, hat sich dabei aufs Wesentliche besonnen - seine Qualitäten als Recherchier-Journalist eben, die ihn als Spürnase auf die richtige Fährte gelockt haben, dort, wo die wahren Geschichtenschätze schlummern. Und derlei prall gefüllte Rumpelkammern finden sich auf den Jurahöhen und in den Tälern überall: bei knorrigen Bauern, in Naturfreundehütten mit Kommunistenbesuch zu Zeiten des Klassenkampfes oder an Maria-Kreuzen und Wallfahrtsgrotten, in denen sich der katholische Synkretismus widerspiegelt, der mühelos heidnische Bräuche und Naturgottheiten unter seinem Dach vereinigte. Von all diesen lesenswerten Aperçus, von dieser Verschiedenheit lebt Hafners Buch. «Dort oben die Freiheit» ist eine liebliche Ode an den Jura, an die Nahumgebung und ihre Gestalter. Raffiniert geschrieben, wunderbar bebildert, stillt dieses andere Wanderbuch vielleicht auch manch kleine Sehnsucht nach Wildheit und Freiheit. Dort oben, auf dem Berg.
Stefan Frech in der Solothurner Zeitung/Mittellandzeitung vom 30.06.2005: "An die fünf Kapitel schliessen sich jeweils Wandervorschläge an.
Hafner will, dass die Leser die Orte, die er in seinen Geschichten schildert, selber entdecken. Und zwar zu Fuss: «Die Leute sollen den Berg <erwandern>». Hafner[0] erzählt von heidnischen Bräuchen und dem Kulturkampf im Thal. Er zeigt, wie sich diese Entwicklungen und Geschichten in der Natur auswirken.
Hafner folgt Willi Ritschard auf seinen Wanderungen und berichtet von einem Treffen auf dem Passwang, bei dem führende italienische Kommunisten im Jahr 1927 den Sturz von Benito Mussolini planten.
Silvia B. Elmer in der Berner Zeitung vom 01.07.2005: "Der Berggänger und Historiker Wolfgang Hafner hat eine Liebeserklärung an den unberührten und vielfältigen Jura verfasst."
Willi Wottreng in der NZZ am Sonntag vom 02.10.2005:
Edgar Zimmermann in der Mittelland Zeitung vom 1.11.2005: 240 Seiten dick ist das Werk geworden, das den Titel «Dort oben die Freiheit» trägt. Während die natürlichen Ressourcen dieser Gegend an Bedeutung verloren, erhielt der Jura ein immer grösseres Gewicht als Spender von ideellen Werten wie Ruhe und Zuversicht, Geborgenheit, Freiheit und Weite, so der Verfasser. Diese Einschätzung trug wohl dazu bei, dass die solothurnische Regierung bereits im Jahr 1942 den Jura unter Schutz stellte und die Juraschutzzone verfügte - eine gesamtschweizerische Pioniertat, die dazu verhalf, dass der Solothurner Jura bis heute weitgehend unüberbaut blieb und kaum zersiedelt wurde. Entsprechend reizvoll ist die Gegend heute für die Wanderer. Sie ist aber auch geprägt von Geschichte und Geschichten, und diese spürte Hafner mittels intensiver Recherchen auf, schrieb sie träf und treffend nieder und verband die Themen gleich auch mit den dazu passenden Vorschlägen für Wanderrouten, die zum Teil abseits markierter Wanderwege verlaufen, immer aber sehr lohnenswert sind. Doch auch wer nicht gerade eine Wanderung plant, dem bietet allein schon die Lektüre viel Wissenswertes, Faszinierendes, Spannendes. Man lässt sich gerne auf die Entdeckungsreise durch diese zum Teil noch wenig bekannte Landschaft entführen, die ja auch für uns Aargauer «vor der Haustüre liegt». Wolfgang Hafner und Regula Gerber ist eine packend-schöne Liebeserklärung an den Solothurner Jura gelungen. |